Unser Verständnis von Pflege - Was Pflege für uns bedeutet

Jeder Mensch sorgt im Alltag für sich selbst: Er isst und trinkt, bewegt sich, pflegt sich und trifft Entscheidungen für seine Gesundheit. Durch Krankheit, Alter, eine Behinderung oder eine schwierige Lebenssituation kann das plötzlich oder nach und nach nicht mehr gelingen.

Genau hier setzt Pflege an. Professionelle Pflege findet heraus, wobei ein Mensch Unterstützung braucht. Je nachdem, was nötig ist, leitet sie an, unterstützt oder übernimmt Aufgaben. Das Ziel ist, dass der Mensch so selbstständig wie möglich wird oder bleibt, und dass er auch am Lebensende gut begleitet ist.

Dabei steht für uns immer der Mensch im Mittelpunkt, mit seiner Würde, seiner Einzigartigkeit und seinem Recht, selbst über sein Leben zu entscheiden.

Du steuerst den Pflegeprozess

Als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann trägst du die Verantwortung dafür, dass ein Mensch die Pflege bekommt, die er braucht. Du arbeitest dabei in vier Schritten:

  • Einschätzen: Du erhebst, was der Mensch braucht und was er selbst noch kann.
  • Planen: Du legst gemeinsam mit ihm Ziele und Maßnahmen fest.
  • Organisieren: Du entscheidest, wer welche Aufgaben übernimmt. Du pflegst selbst oder übergibst Aufgaben zum Beispiel an Pflegefachassistentinnen und Pflegefachassistenten, und du behältst dabei den Überblick.
  • Überprüfen: Du kontrollierst, ob die Pflege wirkt, und passt sie an, wenn sich etwas verändert.

Diese Aufgaben sind gesetzlich Pflegefachpersonen vorbehalten. Das heißt: Niemand sonst darf sie übernehmen, auch keine Ärztin und kein Arzt. Genau darauf bereiten wir dich in der Ausbildung vor.

Was professionelle Pflege außerdem ausmacht

In deinem Beruf wirst du außerdem:

  • Menschen jeden Alters pflegen, vom Neugeborenen bis zum alten Menschen.
  • Menschen und ihre Angehörigen beraten und anleiten.
  • nach aktuellem pflegewissenschaftlichem Wissen handeln.
  • die Qualität der Pflege sichern und weiterentwickeln.
  • ärztliche Anordnungen eigenständig umsetzen und bei Untersuchungen und Therapien mitwirken.
  • im Notfall sofort richtig handeln.
  • im Team und mit anderen Berufsgruppen zusammenarbeiten.
  • eine eigene berufliche Haltung entwickeln und ethisch verantwortlich handeln.

Was du mitbringen solltest

Du musst am Anfang noch nicht alles können. Dafür ist die Ausbildung da. Wichtig ist uns, dass du:

  • offen für Neues bist.
  • Freude am Umgang mit Menschen hast.
  • bereit bist, Verantwortung zu übernehmen, für andere und für dein eigenes Lernen.
  • dich aktiv in Schule und Praxis einbringst.
  • dein Einfühlungsvermögen weiterentwickeln möchtest.

Alles andere lernst du bei uns, mit Unterstützung von unserem Schulteam und den Praxisanleitenden in deinen Einsätzen.

Wie wir Pflege und Ausbildung verstehen und was uns im Miteinander wichtig ist, kannst du in unserem Leitbild nachlesen.