Unsere Ausbildung

Wir bilden in 3 Jahrgangskursen 60 Schüler und Schülerinnen aus. 
Jede Schülerin und jeder Schüler erhält die praktische Ausbildung hauptsächlich in einem der beiden angeschlossenen Krankenhäuser.

Im Rahmenausbildungsplan sind die Unterrichtsblöcke, Unterrichtstage, Praxisphasen und Urlaube für 3 Jahre dargestellt.


Was ist Pflege? Was sollte sie sein?

Pflege ist die Betreuung eines Menschen, der in seiner Selbstpflegekompetenz bezüglich Wissen, Entscheidungsfindung und zielgerichtetem Handeln eingeschränkt ist.
Professionelle Pflege ermittelt den daraus entstehenden Pflegebedarf und leitet angemessene Selbstpflegehandlungen an, unterstützt oder übernimmt sie.
Das Ziel der Pflege ist es, die Selbstpflegekompetenz des Menschen wiederherzustellen, oder hinsichtlich aktueller und zukünftiger Ereignisse zu entwickeln.


Was gehört noch alles zur professionellen Pflege?

- Personenbezogene Ausrichtung der Pflege
- Beratung in Gesundheitsfragen
- Entwicklung von Rehabilitationskonzepten
- Integration von pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen
- Pflegequalität entwickeln und sichern
- Mitwirkung bei medizinischer Therapie
- Lebenserhaltende Sofortmaßnahmen einleiten
- Berufliches Selbstverständnis entwickeln
- In Gruppen und Teams zusammen zu arbeiten


Welche Anforderungen hat Pflege und die Pflegeausbildung an Sie?

- Offen sein für Neues
- Eigenverantwortliches Lernen
- Verantwortliches Handeln
- Aktiv an allen Ausbildungsanteilen teilnehmen
- Einfühlungsvermögen entwickeln und ausbauen
- Mit allen an der Ausbildung Beteiligten zusammen arbeiten:
Dies sind vor allem Ihre MitschülerInnen, Ihre LehrerInnen für Pflege, Ihre PraxisanleiterInnen und Bezugspersonen, Ihre Stationsleitungen, Ihre Pflegedienstleitungen und Ihre DozentInnen.

 

Nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie

Die theoretische Ausbildung umfasst mindestens 2.100 Stunden und findet überwiegend in der KrankenPflegeSchule statt. Wir haben die Theorie-Stunden auf Studientage und Studienwochen verteilt.

Die 2100 Stunden verteilen sich auf folgende Wissensbereiche:

Gesundheits- und Krankenpflege 1.000 Stunden

sowie pflegerelevante Kenntnisse aus:
Naturwissenschaften und Medizin
550 Stunden
Geistes- und Sozialwissenschaften
350 Stunden
Recht, Politik und Wirtschaft
200 Stunden


total 2.100 Stunden

 

Nicht alle Theorie findet im Klassenzimmer statt

- Sie werden mit Ihrem Kurs an Seminaren, Besichtigungen, Kongressen teilnehmen.
- Sie nutzen weiterführende Fachbücher und Fachzeitschriften der Schul-Bibliothek.
- Sie nutzen pflegerelevante Software und die Möglichkeit des Internets an PC-Arbeitsplätzen
- Sie üben im Demonstrationsraum mit Ihren MitschülerInnen und LehrerInnen.


Wissen ist Sicherheit für Theorie und Praxis

Im Verlauf Ihrer Ausbildung stellen Sie ihr Wissen und Können außer in der täglichen Patientenversorgung bei unterschiedlichen Leistungsnachweisen unter Beweis:

- Klausuren, Referate, Projekte
- Stationsaufträge, Hausarbeiten
- Abschlussklausur nach dem 1. Ausbildungsjahr
- Mündliche Zwischenprüfung nach dem 2. Ausbildungsjahr
- Examensprüfungen am Ende der Ausbildung


Sie entwickeln verschiedene, beruflich notwendige Kompetenzen, professionell und gut handelnder Gesundheits- und KrankenpflegerInnen

Fachkompetenz
Wahrnehmung, Beobachtung
Bewertung, Interpretation
Pflegerisches Handeln
Prioritätensetzung

Methoden Kompetenz
Beherrschung von Pflegetechniken, Lern- und Arbeitstechniken
Selbstständige Weiterentwicklung des Könnens
Entwicklung von patientenorientierten Pflegekonzepten
Arbeitsorganisation

Sozial- kommunikative Kompetenz
Teamarbeit
Kooperation
Gesprächsführung
Umgang mit Konflikten

Personale Kompetenz
Umgang mit Belastungen
Selbstreflexion
Balance zwischen Nähe und Distanz
Verantwortliches Handeln


Der Transfer von Theorie-Praxis - Verantwortliches Handeln

Die Praktische Ausbildung umfasst mindestens 2500 Stunden und wird auf verschiedenen Pflegestationen, sowie
in Einrichtungen und Funktionsbereichen der stationären und ambulanten Patientenversorgung durchgeführt.
So lernen Sie verschiedene Einrichtungen des Gesundheitswesens kennen. Dabei werden Sie von PraxisanleiterInnen und den TeammitarbeiterInnen der Einrichtungen angeleitet und betreut.

Eine Lehrkraft für Pflegeberufe ist für die gesamte Ausbildungszeit Ihre feste Praxisbegleiterin. Sie strukturiert Ihre Praxis-Ausbildung durch geplante Begleitungen und Gespräche. In Zusammenarbeit mit den PraxisanleiterInnen der Stationen erhalten Sie somit kontinuierlich Rückmeldungen über Ihren Lernstand.

Die KrankenPflegeSchule und die Praxisbereiche arbeiten systematisch zusammen. Praxis- und Stationsaufträge, die im Unterricht vorbereitet und ausgewertet werden, stellen eine kontinuierliche und wechselseitige Verbindung von Theorie und Praxis sowie Praxis und Theorie sicher. (Rahmenausbildungsplan)